2. Juni/ See in Brandenburg „Bei unserer ersten Begegnung war ich nackt.“ Was wie der erste Satz eines dicken Romans klingt, beschreibt leider mein Treffen mit Wolfgang Kalweit. Er ist der Bruder von meinem Kollegen Thomas und ist kürzlich nach Berlin gezogen. Zum Kennenlernen haben wir uns zum Angeln verabredet. Ich war vor ihm da und habe natürlich schon ein paar Würfe gemacht. Und natürlich verhängt sich der Barschwobbler keine 2 m vom Ufer entfernt im Schilf. „Kein Problem“, denkt der schlaue Baumann und schlenzt einen Bucktailspinner vom Präsidenten hinterher. „Mit der Hechtrute reiß’ ich den Stängel einfach raus.“ Tja, falsch gedacht. Der Stängel hat nicht mal dran gedacht, sich rausreißen zu lassen. Jetzt hingen zwei teure Köder am gleichen Schilfhalm – eindeutig zu viel. Also habe ich mich kurzerhand ausgezogen und bin eingestiegen. Und als ich wieder auftauche, steht hinter mir Wolfgang am Ufer und amüsiert sich köstlich. Nachdem ich mich wieder angekleidet hatte, wurde es ein schöner Abend. Gefangen haben wir zwar außer ein paar kleinen Barschen und Plötzen nichts, haben uns aber prächtig unterhalten.
Schlagworte: Barsch, Bucktail-Spinner, Plötze


Naja, so hat es sich tatsächlich zugetragen. Es ist schon etwas irritierend einen Menschen beim ersten Angeln nackt anzutreffen. Aber sag mal Georg, war das Wasser tatsächlich so kalt? Es war doch Juni…
Es war sau-kalt, eisig sozusagen. Und hinzu kam noch der Schreck …;-) Aber eventuell hab’ ich ja nen Trend geboren: Nacktangeln. Wär’ doch mal was anderes.
NEIN! Stopp!
Aus Baumann, Aus - Hiiieer, Sitz, Fein.
Du lässt gefälligst deine Hose zukünftig an beim Angeln.